Geschichte des Yoga

Die bis in feinste Details ausgearbeitete Methode des Yoga hat sich über Jahrtausende entwickelt. Zunächst wurden die gesammelten Erkenntnisse mündlich an einen kleinen Kreis von Interessierten weiter gegeben bis sie schließlich - ungefähr 300 v. Chr. - im "Leitfaden des Yoga" (Yoga Sutra) nieder geschrieben worden sind. Der Name des Verfassers wird mit Patanjali angegeben.
Das Yoga Sutra des Patanjali ist das grundlegende Werk, an dem sich die meisten Yoga Richtungen orientieren.

Das Hauptziel des Yoga war immer, den Geist zur Ruhe zu bringen. Man hatte erkannt, dass ein unruhiger, nervöser Geist zahlreiche Probleme hervorrufen kann und entwickelte eine sehr effektive Methode, um dem entgegen zu wirken.

Die erarbeiteten Techniken wurden im Laufe der Zeit immer weiter perfektioniert und auch dem jeweiligen Zeitgeist angepasst.
Die Weiterentwicklung setzt sich bis heute fort. Solange die Prinzipien beachtet werden, ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Strömungen innerhalb des Yoga heraus gebildet.
Sie streben im Prinzip alle das eine Ziel an: einen ruhigen, entspannten geistigen Zustand.

Im Yoga Sutra werden neben den Anleitungen für die Körper- und Atemübungen zahlreiche Anweisungen zur praktischen Lebenshilfe gegeben. Dabei sind die Leitmotive immer Respekt,  Achtung und Aufrichtigkeit. Damit sind der Respekt und die Aufrichtigkeit sowohl uns selbst als auch allen anderen Lebewesen und einer höheren Kraft gegenüber gemeint. Diese höhere Kraft wird jedoch nicht näher erklärt oder beschrieben, sondern bleibt offen, so dass sich an dieser Stelle jedes Weltbild einfügen kann.